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Published on Oktober 7th, 2012 | by Özkan Isik

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Gravity Rush (Review und Kritik)

Gravity Rush (Review und Kritik) Özkan Isik
Gameplay/Story - 90%
Bedienung/Steuerung - 90%
Grafik/Sound - 80%

Summary: Gut: Fantastische Story und Präsentation | Guter Humor und interessante Dialoge | Steuerung | Riesige Welt | Abwechlungsreiche Missionen | Neuartiges Spielkonzept | Umfang | Schlecht: Langweilige Sidequests | Kein Multiplayer | kaum Interaktion mit NPCs

86%


User Rating: 4.5 (2 votes)

Die meisten Entwickler entscheiden sich aus finanziellen Gründen immer öfter ihre Titel plattformübergreifend zu entwickeln wodurch Exklusivtitel allmählich zur Rarität werden. Da Gravity Rush aber aus dem Hause Sony ist, war die Exklusivität bereits vorprogrammiert. Nun, was tischt uns Sony da eigentlich mit dem Titel Gravity Rush auf? Die ersten Gameplay-Szenen weckten großes Interesse bei Besitzern der “Playstation Vita

Das Action-Adventure fängt mit dem Erwachen der liebenswürdigen Shifterin Kat an. Kurz nach ihrem Erwachen freundet Sie sich mit einer Katze an, welche Sie kurzerhand “Dusty” tauft. Die leicht verwirrte Kat erwacht in einer dunklen Gasse einer Stadt, die über den Wolken schwebt. Die Einheimischen nennen diesen Ort “Hekseville

Kat erinnert sich an rein gar nichts mehr, doch bemerkt schnell, dass sie etwas besonderes ist. Dies klingt zwar recht einfallslos, entwickelt sich jedoch schnell zu einer sehr speziellen und interessanten Story. Als sogenannte “Shifterin” hat Sie die Fähigkeit die Gravitation zu beeinflussen. Das Shiften ist nicht zu verwechseln mit den Flugfähigkeiten von Superman und co. Es ist eher ein gerichtetes beeinflussbares Fallen in eine Richtung. Steht ihr beispielsweise auf dem Boden könnt ihr mit einem Antippen der R-Taste schweben. Das Anpeilen einer Richtung und erneute Drücken der Taste lässt euch dann in die entsprechende Richtung fallen. Während ihr fallt, könnt ihr beliebig oft in der Luft anhalten und den Kurs ändern. Das Antippen der X-Taste beschleunigt eure Fallgeschwindigkeit. Zudem ist es möglich im freien Fall die verschiedensten Gegnertypen mit einem Gravitationskick in ihre Bestandteile zerreißen oder gegnerischen Angriffen ausweichen. Nach kurzer Zeit hat man den Bogen raus und kann Kat perfekt in alle Richtungen navigieren. Kat ist nicht die Einzige, die über derartige Kräfte verfügt. Seit kurzem wurden immer öfter menschliche Wesen in Hekseville gesichtet die eine besondere Fähigkeit zu haben scheinen. Die Erscheinung derer öffnete ebenfalls ein Portal, wodurch die sogenannten bösartigen “Nevi” die Stadt unsicher machten und für Unheil sorgten. Durch ihr Auftreten wurde die Stadt wortwörtlich in mehrere Dimensionen zerrissen. Das betreten dieser Dimensionen ist nicht auf normalen Wege möglich.

Kat wirkt sehr kindlich und dennoch nimmt sie sich mehr oder weniger gewollt der Aufgabe an, Hekseville zu retten. Die Geschichte um sie und die Dialoge sind fantastisch. Die Story entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und sorgt stets für Abwechslung. Zu Anfang geht es eher um Nichtigkeiten wie z.B dem Organisieren einiger Möbel für ihre neue Unterkunft. Die Unterkunft sieht zwar sehr spärlich aus, dient aber dennoch ausreichend als Schlaf- und somit Speicherstätte. Ausserdem können zu einem späteren Zeitpunkt neue Outfits für Kat freigeschaltet werden, die man dann dort wechseln kann.

Nachdem man den Stadtteil etwas ergründet und für einen Schlafplatz gesorgt hat, nimmt die Story zunehmend ihren Lauf. Die Hauptaufgabe besteht darin die Welten wieder zu einen. Um dies zu erreichen braucht ihr die Hilfe des Schöpfers. Der “Schöpfer” ist ein sehr alter bärtiger, merkwürdiger aber dennoch sympathischer Mann. Unter seinem Jackett befindet sich ein Portal in die verschiedenen Zwischendimensionen. Es gibt drei Zwischendimensionen, die ihr durch ihn betreten könnt, jede dieser Zwischendimensionen hat einen Endboss. Nachdem ihr dem Boss den Gar ausgemacht habt, wird die betroffene Stadt, Hekseville wieder annektiert. Wichtige Handlungen werden mit einem Comicstrip unterlegt. Das Neigen und Schwenken der Konsole ruft hierbei einen dreidimensionalen Effekt hervor, welcher die schönen Grafiken nochmals in Szene setzt. Da wären wir auch schon bei der Nutzung der Features die die Vita mit sich bringt. Gravity Rush nutzt die alternativen Eingabemöglichkeiten intuitiv und passend.  So könnt ihr während dem Shiften und Laufen mit einem kurzen wischen über das Touchscreen ausweichen. Obendrein kann Kat auch über den Boden gleiten. Durch Neigen könnt ihr hierbei die Bewegungsrichtung beeinflussen. Beim Shiften könnt ihr euch durch den Bewegungssensor im Raum umsehen ohne euren Kurs zu ändern.

Ein besonderes Augenmerk ist der subtile Humor. So ist es nicht ungewöhnlich, dass sich andere Charaktere mal über eure mangelnde Körperhygiene oder ähnliches auslassen. Während des Spiels redet ihr auch regelmäßig mit Dusty, eurem Kätzchen, welches jedes mal nur mit einem kurzen Schweigen oder einem “Miau” antwortet. Ausserdem scheint Dusty nicht ganz zufrieden mit seinem Namen zu sein. Hunderte solcher Details und Dialoge bringen euch oft zum schmunzeln und ihr freut euch regelrecht auf die Textpassagen.

 

Im Laufe der Story schafft ihr es die zerrissenen Welten wieder zu einen und euch wird schnell bewusst, dass die Welt in der ihr euch befindet, riesengroß ist. Das besondere hierbei ist, dass ihr euch nicht nur in der horizontalen weit fortbewegen könnt, sondern auch in der vertikalen. So existiert beispielsweise auch eine Stadt unter Hekseville und zahlreiche umliegende Dörfer sowohl über, als auch unter der Stadt. Die Gestaltung der Welt ist wie die der ComicStrip ausnahmslos gelungen. Es gibt viel zu entdecken und selbst wenn man die umfangreiche Story durch hat, gibt es immer noch Sidequests zu erledigen, die aber leider recht simpel gestaltet sind. Meist sind es Wettrennen oder das Abschlachten bestimmter Gegnerzahlen in einem vorgegebenen Zeitraum. Erreicht ihr die gesteckten Ziele (Bronze, Silber, Gold) werdet ihr mit Kristallen belohnt. Die Kristalle könnt ihr wiederum in die Erweiterung eurer Fähigkeiten, wie z.B Schlagkraft, Shiftgeschwindigkeit etc. ausgeben. Kristalle gibt es überall zu finden. Sowohl in der frei erkundbaren Welt, als auch in den genannten Wettkämpfen und zur Entlohnung für die Vernichtung der bösen Nevis. Das Charakterdesign ist hervorragend und auch die Gestaltung der Gegner ist durchaus gelungen. Es gibt zahlreiche verschieden gestaltete “normale” Gegner und einige große Bosse. Das Erledigen dieser Gegner funktioniert jedoch meist recht simpel. Es gibt einen oder mehrere “wunde Punkte” die man mittels Gravitationskick oder anderen Kampfkünsten anvisieren und angreifen. Die Kämpfe erfordern durch die sinkende Gravitationsanzeige oft auch etwas Geschick. Denn man kann sich nicht unendlich lang durch die Lüfte bewegen. Sobald die Gravitationsanzeige abgelaufen ist, fällt ihr und müsst einen kurzen Moment warten bis ihr wieder schweben dürft. Die Anzeige füllt sich aber recht schnell wieder auf, sodass sie sich meist, bevor ihr zu Boden gefallen seid, schon wieder aufgeladen hat und stört deswegen eher weniger.

Fazit: Gravity Rush ist ein fantastisches Action-Adventure und profitiert in hohem Maße von den alternativen Steuerungsmöglichkeiten der PS Vita. Die Geschichte um Kat und ihre nicht sehr gesprächige Katze ist wunderbar humorvoll und mitreissend aufgebaut. Kaum einer wird es übers Herz bringen, Dialoge zu überspringen oder sich nicht in den künstlerisch wertvollen Comicstrips zu verlieben. Die Cel-Shading Optik passt perfekt und wirkt nicht aufdringlich. Ebenfalls die Steuerung, es geht alles sehr gut von der Hand, auch wenn man ab und zu die Übersicht in verliert und nicht mehr ganz weiß wo oben und unten ist. Glücklicherweise sind Kat’s Haare nicht vom Gravitationsfeld beeinflusst und zeigen immer gen Boden. Die Welt ist riesig, leider existieren nur vereinzelt Personen mit denen ihr reden könnt, so bleibt die einzige Motivation die Welt genauer zu erkunden in der künstlerischen Gestaltung derselbigen sowie den überall verteilten Kristallen, die ihr aber ab einem bestimmten Zeitpunkt durch den mäßigen Schwierigkeitsgrad auch nicht mehr braucht. Zum Ende hin wiederholen sich viele Elemente und es wird zunehmend anstrengend Gegnergruppen zu eliminieren, da diese eh keine Chance haben und es nur eine Frage der Geduld ist diese zu auszuschalten. Ich kann dennoch mit gutem Gewissen sagen, dass Gravity Rush zur Zeit einer der besten Titel auf der Vita ist und dennoch viele Verbesserungsmöglichkeiten für ein Sequel offen lässt.

Getestete Version

Playstation Vita, physische Promo-Fassung

Sprachen

Deutsch, Englisch

Schnitte

Nein

Multiplayer und sonstiges

 

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One Response to Gravity Rush (Review und Kritik)

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