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Published on Mai 27th, 2014 | by Rostig

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Sponsored Post: Mario Kart 8 für die Wii U – Annekdoten – Reflektionen – Purer Hass und Nostalgie.

Mit Mario Kart 8 erscheint in den kommenden Tagen, am 30.05.2014, der jüngste Spross der erfolgreichen Reihe, exklusiv für die Nintendo Wii U. Wenn man den bisherigen Pressestimmen Glauben schenken darf, erwartet uns auch mit dem nunmehr achten Serienableger nicht weniger als ein schadenfreudelastiges Mehrspieler-Spektakel, das mit seinem abgehobenen Streckendesign mittlerweile nicht mehr nur an den schnöden Asphalt gebunden ist, sondern bar jeder Physik auch über Kopf an Wänden und Decken, mit einen dezenten Schlenker Richtung WipeOut oder F-Zero. Was unverändert geblieben ist: Mario Kart ist Krieg. Ob lokal, oder online – Für uns ist der Release von Mario Kart 8 Grund genug, einen kleinen Blick auf die Serienhistorie zu werfen. Von der Begründung des Sub-Genres der Fun Racer, damals auf dem Super Nintendo Entertainment System, welches später immer wieder vereinzelte Nachahmer finden sollte, über die Einführung des berühmt-berüchtigten blauen Panzers in Mario Kart 64, bis zu einem Eintrag im der Gamer´s Edition des Guiness-Buch der Rekorde als einer der meistverkauften Videospieltitel aller Zeiten (Platz 3 für Mario Kart Wii mit 34 Mio. Exemplaren) – Die Mario Kart Reihe hat(te) viele Höhen, und keine Tiefen erlebt.
Das Erstlingswerk, das am 27. August 1992 in Japan erschien, war eines der ersten SNES-Spiele, die den Mode 7 nutzten, ein Texture Mapping-Verfahren, dass einen rudimentären 3D-Effekt durch das Rotieren und Skalieren von 2D-Hintergrundeben erzeugte. Eigens dafür brachte das Modul einen separaten Chip mit, welcher den relativ lahmen Hauptprozessor des Super Nintendo entlasten sollte (ähnlich wie bei den späteren SuperFX-Modulen á la Starfox). 8 Fahrer (darunter die altbekannten Evergreens wie Mario, Luigi, Bowser, Peach, Toad, Koopa, Troopa und Donkey Kong Jr., der später von DK Senior ersetzt wird) können 20 Strecken befahren, und den Widersachern mit acht Items das Leben schwer machen.

Fun Fact: Die PAL-Versionen sowie die US-amerikanische NTSC-Fassung sind leicht zensiert: Schließt man die japanische Fassung etwa mit Bowser ab, so gießt dieser sich zum Schluss eine Flasche Sekt in den Rachen. Auch Princess zeigt sich leicht beschwipst mit hochrotem Kopf auf dem Siegertreppchen wieder. Der Alkoholkonsum wurde außerhalb Japans aus dem Spiel gestrichen, möglicherweise um das kindgerechte Image Nintendos zu zementieren.

Dieser vergleichsweise spartanische Startbildschirm setzte ein Denkmal für ein ganzes Sub-Genre.

Der erste vollständig polygonalisierte 3D-Titel (abseits der Vehikel und Streckenelemente, die immer noch 2D-Sprites waren) war dann auch folgerichtig Mario Kart 64 auf dem vergleichsweise wenig erfolgreichen N64 (trotzdem konnte MK64 knapp 10 Mio. Exemplare absetzen). Mit insgesamt 16 verfügbaren Strecken wurde diese zwar im Vergleich zum Vorgänger ein wenig reduziert, dafür waren diese jetzt mit Gegenverkehr bestückt, insgesamt mit mehr Fallen ausgestattet und konnten nach erfolgreichem Durchgang auch spiegelverkehrt befahren werden. Die Anzahl der Items wurde dann auch nochmal hochgeschraubt, was den Frustfaktor für die aus dem Weg geräumten Gegner noch ärger in die Höhe schnellen ließ.

Fun Fact: Der blaue Stachi-Panzer ist das vermutlich meistgehasste Item in der ganzen Reihe. In Mario Kart 64 trifft der Panzer den auf Rang 1 fahrenden Spieler. Er kann auch andere Fahrer treffen, da der Stachi-Panzer hier auf dem Boden schwebt/fliegt. Tatsächlich wurde der Panzer aufgrund der CPU-Limitierungen des N64 eingeführt, damit der führende Spieler nicht allzu weit vorausfahren kann und das N64 parallel mehrere Datensätze berechnen muss – Das geht natürlich zulasten der Fairness. Aber so richtig fair war Mario Kart bekanntlich nie.

Die unsägliche Kalimari Desert Strecke aus MK64…

Mario Kart Double Dash!! für den Gamecube hat dann auch für Serienverhältnisse relativ innovative Features eingeführt: Die Karts sind erstmal mit zwei Fahrern besetzt – Während ein Fahrer für die Steuerung des Vehikels zuständig ist, kümmert sich sein Kompagnon um die Itemnutzung. Mit zwanzig Charakteren bietet Mario Kart Double Dash die zweitgrößte Riege der ganzen Serie, die darüber hinaus in unterschiedlichen Gewichtsklassen kategorisiert sind. Als weitere Neuerung gibt es jetzt Spezialitems, die nur von bestimmten Fahrern genutzt werden können. Mit 6,9 Mio. verkauften Exemplaren rangiert Mario Kart Double Dash auf Platz 2 der erfolgreichsten Gamecube-Titel, aber lediglich auf Platz 6 in der Serienhierarchie.
Der bislang letzte Teil für die stationären Konsolen, der erschienen ist, ist Mario Kart Wii: Mit 32 Strecken, davon jeweils 16 Neuschöpfungen und 16 altbekannte Strecken, sowie 24 Charakteren bietet es den größten Umfang innerhalb der Serie. Das Zweifahrer-Feature aus dem Vorgänger wurde weggeworfen, stattdessen nimmt wieder nur ein Fahrer im Kart (oder erstmals auch einem Motorrad) Platz. Gutes Balancing, breit angelegte Online-Features sowie verschiedene Steuerungskonzepte kommen an: Mario Kart Wii ist eines der meistverkauften Videospiele aller Zeiten. Spannend wird, wie das in Kürze folgende Mario Kart 8 bei den MK-Jüngern ankommen wird.

Neben den „großen“ Mario Kart-Titeln wurden natürlich auch die Handhelds ausgiebig beackert. Der Gameboy Advance wurde mit „Mario Kart Super Circuit“ beliefert, das grafisch an die SNES-Variante erinnert, sich spielmechanisch jedoch an MK64 orientiert. Mario Kart DS für den NDS zeichnet sich ebenfalls durch seine WiFi-unterstützten Mehrspieler-Funktionen sowie die Nutzung des Doppelbildschirms aus. Und der bislang jüngste Teil, Mario Kart 7 zeichnet sich dadurch aus, dass es nun auch durch die Luft (via Gleiter) und unter Wasser (mittels Turbine) geht. Wie schon in „Super Circuit“ und dem SNES-Debüt können wieder Goldmünzen gesammelt werden, die nun erstmals in die Erstellung eines eigenen Karts investiert werden können. Gemeinsam haben die Handheld-Versionen, dass sie alle von Second Party-Studios entwickelt worden sind. Für „Super Circuit“ zeigen sich etwa Intelligent Systems (u.a. Fire Emblem, Advance Wars) verantwortlich, Mario Kart 7 ist hingegen von den amerikanischen Retro Studios (Metroid Prime, Donkey Kong Country Returns) entwickelt worden.
Fragt man die Fans nach ihrem Lieblingsteil kriegt man Antworten, wie sie heterogener nicht sein könnten. Es ist vor allem eine Frage der persönlichen Geschmäcker, der eigenen videospielhistorischen Sozialisation und die Frage, wie man das Balancing wahrnimmt und gewichtet. Mario Kart 64 habe ich wohl zweifelsohne am intensivsten gezockt – Damals beim Nachbarsjungen, hat mir dieser Teil so einige wüste Beschimpfungen entlockt, die ich hier nicht näher ausführen möchte (an dieser Stelle, ein aufrichtiges Sorry, Markus). Das ist wohl auch ein Grund, warum ich den meisten Bezug zu MK64 habe. Aus heutiger Perspektive hat das Spiel aber ganz eklatante Schwächen im Spieldesign und weist so einige Elemente auf, die schlicht unfair sind (Gummiband-KI in ihrer härtesten Ausprägung). Würde ich mich heute mit Freunden und einer Kiste Bier vor den Fernseher setzen und eine schweißtreibende MK-Session anstreben, würde ich vermutlich eher zur Wii-Fassung greifen oder eben vielleicht bald zu MK8 für die Nintendo Wii U.  Auf jeden Fall aber hat Nintendo über die Jahre hinweg den Couchkrieg kultiviert und nahezu perfektioniert.

//Dieser Post wurde von Nintendo gesponsert, für den Inhalt hingegen ist allein die couchheroes.de-Redaktion verantwortlich//

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